Einen achtsamen Umgang mit Dir selbst üben

Einen achtsamen Umgang mit Dir selbst üben

by die erfahrungsexperten

Warum ein achtsamer Umgang mit Dir selbst jetzt besonders wichtig für Dich ist

Autorin: Annegret Corsing von   die erfahrungsexperten

Eines der wichtigsten Themen unserer Arbeit und die Basis unserer Kursangebote ist die Achtsamkeit. Wie wir selbst in unseren Krisen erlebt und gelernt haben, ist es gerade in besonders herausfordernden Situationen und Lebenslagen wichtig, bei sich bleiben und sich und die eigenen Gefühle wahrnehmen zu können.

Achtsamkeit – im Hier und Jetzt sein

Wenn wir achtsam sind, konzentrieren wir uns nur auf das, was gerade da ist.
Eine sehr schwierige Aufgabe in Zeiten, in denen vieles Ungewiss ist und uns viele Sorgen durch den Kopf gehen. Dann sind wir oft mit den Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft, bei dem was war oder vielleicht noch kommt.

Achtsamkeit kann Dir helfen, bei Dir selbst anzukommen – und da reicht manchmal schon weniger als eine Minute:

 

Gönne Deinem Kopf eine kurze Ruhepause

Konzentriere Dich für einen Moment auf Deinen Atem. Atme tief in den Bauch ein, zähle langsam bis 4 – halte den Atem kurz, zähle bis 3 – atme aus, zähle bis 5. Wiederhole diese Technik etwa 10 Atemzüge lang.

 

Während Du atmest und dabei zählst, kann Dein Kopf nicht über andere Dinge nachdenken. Du bist dann für einen kurzen Moment ganz bei Dir und Deinem Atem. Und ganz nebenbei hat diese Technik auch noch den Vorteil, dass sie den Atem und damit auch Dein Nervensystem beruhigen kann.

Probiere diese Technik doch mal aus, wenn Du Dich angespannt, ängstlich oder sorgenvoll fühlst! Du kannst auch versuchen, sie regelmäßig in Deinen Alltag zu integrieren als Deinen achtsamen Moment.

Mein achtsamer Moment – den Autopiloten ausschalten

Im Sinne der Krisenbewältigung geht es vor allen auch darum, langfristig achtsam mit sich und den eigenen Gefühlen umzugehen. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Schwierige Gefühle sind für uns alle eine Herausforderung und können sehr unangenehm sein – doch sie langfristig von uns wegzuschieben ist keine Lösung.

Wie festigt sich aber nun ein achtsames Verhalten mit sich selbst? Das werden wir immer wieder gefragt. Und es gibt nur eine Antwort:

Üben, üben, üben!

Und am Besten fängst Du dabei klein an: In Alltagsmomenten, die sonst so an Dir vorbei rauschen, weil Du sie routiniert im Autopiloten-Modus absolvierst, kannst Du prima üben, bei Dir zu bleiben.

Ein Beispiel ist das Zähneputzen. Oder die Dusche oder der Kaffee am Morgen. Wie oft sind wir da garnicht mehr bei der Sache und denken schon an die Erledigungen des Tages oder warum wir grade sauer auf eine Freundin sind.

 

Übe, im Moment zu sein

Suche Dir einen Moment aus Deinem Alltag aus und mache ihn zu Deinem “Achtsamen Moment”. Nimm Dir für diese Woche einmal vor, diesen Moment ganz achtsam zu verbringen. Sei wirklich dabei, wenn Du Deine Zähne putzt, Deinen Kaffee oder Tee trinkst oder spazieren gehst. Höre, schaue, rieche und spüre was gerade da ist.

Wenn wir achtsam sind, richten wir die volle Aufmerksamkeit auf das, was in uns und um uns herum geschieht.

Mit Hilfe von kurzen, aber regelmäßigen Achtsamkeitsübungen wie diesen kannst Du Dir selbst helfen, zur Ruhe kommen, ausgeglichen und gelassen zu bleiben.

Ganz besonders in dieser Zeit ist dies eine wichtige Fähigkeit zur Selbstregulation, die Du lernen kannst. Und das wirkt sich auch auf unser Miteinander aus. Wenn wir achtsam in Kontakt mit uns selbst und anderen sein können, zeigen wir uns und dem Gegenüber, dass wir aufeinander achten und die (wenn zur Zeit auch vermehrt die digitale) Gegenwart der/des Anderen zu schätzen wissen.

Schreibe uns doch in den Kommentaren, welchen achtsamen Moment Du Dir für diese Woche zum Üben ausgesucht hast!

5 Kommentare

  1. Ich möchte mich erstmal für dieses tolle Angebot bedanken. Gerade in dieser schwierigen Zeit nicht alleine zu sein und noch so gute Ideen mit auf den Weg zubekommen, tut mir und meiner Seele gerade richtig gut. Den Fokus wieder zurück zu mir bringen und mich in all dieser Unruhe wieder spüren zu können, ist ein großes Geschenk. Ich sende ein riesengroßes Dankeschön

  2. Im Grunde ist es ja nichts Neues und trotzdem bin ich dankbar, dass ihr mich daran erinnert. Die Atemtechnik ist sehr hilfreich dabei ….. Ich möchte mich auch bedanken für die Möglichkeit, in dieser Zeit eure Hilfe so unkompliziert annehmen zu dürfen.

  3. Ich sitze gerne Achtsam auf dem Balkon mache die Augen zu und genieße die Sonne und achte auf das Vogelgezwitscher.
    Danke an das Team für die Unterstützung und bitte bleib alle gesund.

  4. Ich werde achtsam singen, einfach im Moment sein und alles andere mal ausblenden!Danke für dieses Angebot in diesen schwierigen Zeiten!!!

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